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Narbenentstörung mit Injury Recall Technique 

Die Injury-Recall-Technique stellt einen Sonderbereich der Behandlung von Funktionsstörungen mit Applied Kinesiology dar und geht in ihrer ursprünglichen Form auf den amerikanischen Chiropraktiker Walther Schmitt (D.C.) zurück. Sie wurde durch zwei deutsche Ärzte  – Dr. Dieter Becker und Dr. Martin Brunck –  zu einem komplexen Behandlungsweg weiterentwickelt, mit dem verschiedene Aspekte von alten Verletzungsmustern und Traumata effektiv aufgelöst werden können.

Grundlage der Injury Recall Technik ist die Beobachtung, dass viele Patienten nach einer Verletzung, Operation oder Erkrankung nicht wieder die volle Leistungsfähigkeit erlangen.

Offenbar speichert unser Körper vielfach solche „Erlebnnisse“ ab; eine Verletzung kann dauerhaft in der Körpererinnerung fortbestehen und zu Störungen führen, die vordergründig überhaupt nicht zur Verletzungsregion in Beziehung zu stehen scheinen.

Neurologisch gesehen ist die Verletzung/Körpererinnerung bei diesen Patienten immer noch gegenwärtig, wenn auch im Hintergrund (weshalb die ehemals verletzte Region selbst häufig auch gar nicht über Schmerz o.ä. in Erscheinung tritt!). Ausdruck dessen ist zum Beispiel die Empfindlichkeit von Operationsnarben gegenüber Berührungen oder die Neigung zu erneuten Verletzungen.

Ausgelöst wird diese neurologische Fehlinformation durch immer wieder aus der ursprünglichen Verletzungsregion aktivierte Fluchtreflexe. Dies führt wiederkehrend zu Muskelfehlfunktionen, die dann beispielsweise zur fehlenden Wirbel- / Becken- / oder Gelenkstabilität beitragen, wodurch dann auch die Beschwerdekomplexe erklärbar werden.

Ziel der Injury-Recall-Therapie ist demzufolge, die alten fehlsteuernden Abspeicherungen (Fluchtreaktionen/Fluchtreflexe) aufzuspüren und im Nervensystem zu überschreiben bzw. zu löschen. Die funktionellen Muskelketten können dann ihre Arbeit wieder erledigen, die Wirbel- oder Gelenkstörung ist aufgehoben.