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Akupunktur

Akupunktur als Teil der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) ist eine mehr als 2000 Jahre alte Heilmethode, die durch das Setzen von Nadeln in spezifische Punkte körpereigene Selbstheilungskräfte aktiviert, um so die Gesundheit zu erhalten oder wiederherzustellen. Aus traditioneller Sicht versteht man unter Akupunktur die Regulierung der Lebensenergie, die in China Qi 氣 (sprich Tschi) genannt wird. Dieses Qi fließt in einem energetischen Netzwerk von Kanälen, das nicht nur die Akupunkturpunkte, sondern im Inneren auch die Organe miteinander verbindet und beeinflußt.

Herkunft und Entwicklung Das älteste Lehrbuch der chinesischen Medizin, das „Huangdi Neijing“ (des gelben Kaisers Klassiker der Inneren Medizin), ist ca. 300 vor unserer Zeitrechnung geschrieben worden. Es gilt heute noch als eine wichtige Grundlage für das Studium der TCM im Osten wie im Westen. Das Neijing beschreibt bereits eine differenzierte Betrachtung der Natur, des menschlichen Wesens, der Ursachen von Krankheit und deren Behandlung.

Die Traditionelle Chinesische Medizin beinhaltet verschiedene Therapiemethoden:
Akupunktur und Moxibustion (chin. Zhenjiu, was soviel heißt wie Stechen und Brennen);
Kräuterheilkunde (sie macht in China mindestens 60 % der Anwendungen aus);
Ernährungstherapie (die Energetik der Speisen);
Tuina und Anmo (Chinesische Massage);
Qigong und Taiji Quan (Chinesische Atmungs- therapie und Bewegungsübungen).

Gesundheit und Krankheit

Die Möglichkeiten der Akupunktur
Die Akupunktur ist im Westen besonders durch die Behandlung von extrem schmerzhaften Zuständen wie Arthritis, Migräne und Neuralgien sowie durch Operationen mit Akupunkturanalgesie bekannt geworden. Eine Auflistung der vielen Krankheitsbilder, die durch Akupunktur geheilt werden können, wäre jedoch irreführend, da die traditionelle Akupunktur den ganzen Menschen behandelt und nicht nur eine schulmedizinisch definierte Krankheit. Auch wenn zwei Patienten mit der gleichen Krankheit zur Behandlung kommen, werden sie, wenn die Ursachen verschieden sind, unterschiedlich behandelt. Die traditionelle Akupunktur versucht, Ursachen und Muster, die hinter der Krankheit liegen, zu erfassen und zu lösen. Natürlich kann dort, wo ein Organ irreparabel geschädigt ist, auch die chinesische Medizin keine Heilung mehr erzielen! Sie kann hier jedoch lindernd eingreifen und evt. Medikamente mit starken Nebenwirkungen reduzieren helfen.
Im Allgemeinen hat sich gezeigt, daß Störungen wie Schlaflosigkeit, Streßerscheinungen, Energielosigkeit, Schmerzzustände, hormonelle Störungen, viele Suchterkrankungen, funktionelle Erkrankungen, Allergien, Alterserscheinungen, Autoimmunerkrankungen sowie Kinderkrankheiten sehr gut auf die Akupunktur ansprechen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eine Liste von Erkrankungen veröffentlicht, die erfolgreich mit der Akupunktur behandelt werden können; hier einige Beispiele: Erkältungen, Bronchitis, Asthma, Sinusitis, Kopfschmerzen, Migräne, Trigeminusneuralgie, Arthritis, Tennisellbogen, Ischialgie, Lumbago, HWS-Syndrom, Magenschleimhautentzündung, Kolitis, Verstopfung, Durchfall, Konjunktivitis, Tinnitus, Katarakt, u.v.m.

Japanische Akupunktur Toyohari und Shonishin
Die Akupunktur wird heute nicht nur von den meisten Menschen, sondern zunehmend auch von der Schulmedizin als eine angesehene und sichere Methode zur Behandlung eines breiten Spektrums von Beschwerden akzeptiert.  

Toyohari ist eine Verfeinerung dieser 2500 Jahre alten Tradition, die sich vom klassischen chinesischen medizinischen Wissen ableitet. Dieses ist dabei sowohl im Kontext moderner klinischer Erfahrung, als auch im Bezug auf unsere Gegenwart, in der wir heute leben überprüft worden. Die sanfte Behandlungsweise von Toyohari legt das Hauptaugenmerk auf die Art und Weise der Berührung. Sie wurde in Japan entwickelt, wo die Akupunktur auf eine einzigartige Weise durch eine vierhundert Jahre alte Tradition von blinden Akupunkteuren beeinflusst wurde. Diese Tradition gründet sich weitgehend auf deren Könnerschaft, das Ki zu erspüren, welches vor allem in zwölf Hauptkanälen, den Meridianen, durch unseren Körper fließt, und mit ihm zu arbeiten.  

Toyohari-Therapeuten verwenden spezielle Nadeltechniken, die sehr sanft und zum Teil nicht-invasiv sind. Diese Nadeltechniken verlangen ein hohes Maß an Fingerfertigkeit und Feinfühligkeit. Der Effekt der Punktbehandlung wird anschließend sofort am Puls kontrolliert. Da die Behandlung im Gegensatz zu andere Formen der Akupunktur schmerzlos ist, ist sie besonders geeignet für Kinder, für sehr sensible, erschöpfte Personen, für alle, die Angst vor Nadeln haben aber auch für alle anderen Personen, die eine sanfte und wirkungsvolle Akupunktur wünschen.

Wer Toyohari erlernt, ist bereits vollständig in Akupunktur ausgebildet und geprüft. Nach dem Abschluss der Grundausbildung in Toyohari, arbeitet und studieren die Therapeuten weiterhin gemeinsam. In diesem kontinuierlichen Prozess werden die eigenen Fertigkeiten und das eigene Können ständig verfeinert und verbessert. Die Genauigkeit der Diagnose und die Wirksamkeit der Behandlung werden so ständig verbessert.

Unsere Therapeuten: 
Christine Ruiter
Nina Weber